Höllischer Groove und ein Ohrwurm-Refrain nach dem anderen


Wem bei dem Titel „Eat the gun“ ein Song von Motörhead einfällt, liegt nicht falsch, hat aber noch nicht alles erfasst, was hiermit zu verbinden ist. Denn der volle inhaltliche Horizont dieser drei kurzen Wörter wird erst dann abgedeckt, wenn man auch eine Band aus Münster nennt, die zugegebenermaßen rein bedeutungsmäßig nicht so weit weg von dem Song der oben genannten Band liegt.
Denn auch die drei Musiker aus der „Aasee-Metropole“ lassen es auf der Bühne mit Hardrock, der zum Abgehen einlädt, richtig krachen und lassen das Herz von Freunden deftiger Gitarrenriffs höher schlagen.
Trotz der Tatsache, dass die Band seit ihrer Gründung 2002 um ein Mitglied geschrumpft ist, liefert sie eine energiegeladene Bühnenshow, die Fans über die Grenzen Deutschlands hinweg begeistert. Außerdem führte der Weg der Jungs mit rockigem Herzblut und entertainerischem Schweiß neben etablierte Kombos wie HIM oder die Toten Hosen.
Beim Big Day Out gehören sie zu denjenigen Bands, die ohne Navi das Festivalgelände finden sollten und wissen, dass Anröchte kein falschgeschriebenes Möbelstück ist. 2015 gehören sie bereits zum dritten Mal zum Lineup unseres sommerlichen Musikevents. Zum ersten Mal haben sie in diesem Jahr allerdings ihre neue Platte „Stripped to the bone“ im Gepäck , die nach „Cross your fingers“ (2006), Super Pursuit Mode Agressive Trash Distortion (2009) und Runner (2011) das vierte Studioalbum der Jungs ist. Tatsächlich kann man behaupten, dass der Longplayer „nackt“ daherkommt. „Eat the gun“ haben hier ihr eigenes Ding gemacht und – obwohl man sicherlich hier und da soundtechnisch Parallelen zu anderen großartigen Rockbands erkennen kann – ganz eigene Songs komponiert, die alleine der Münsteraner Band zuzuordnen sind. Lieder wie „Loner“ oder „Wake me up“ gehen ins Ohr und bieten puren und authentischen Musikgenuss, bei dem man erleichtert zum Headbangen ansetzt und sich denkt: „ Es gibt ihn noch – echten Rock!“ Das hat auch die Presse im In- und Ausland so gesehen und der Scheibe ein gutes Zeugnis verpasst.
Dass sie dieses Lob verdient haben, durften Frontmann Hendrik Wippermann, Bassist Peter Bergmüller und Drummer Gereon Homann unter anderem 2013 beim wohl größten Heavy-Metal Festival der Welt in Wacken zeigen. Es wartet also eine Band auf euch, die ihren Zuhörern nach einer durchzechten Nacht mit Sicherheit gekonnt die Augen öffnen wird. Und wer weiß, vielleicht reißt sich ja der ein oder andere Fan euphorisch bei so viel musikalischem Können die verschwitzten Klamotten vom Leib und steht am Ende „Stripped to the bone“ da.

Unsere Partner