Frischlinge im Pop-Gewand


Blassfuchs kommen aus einem westfälischen Kaff kurz vor der Grenze zum Ruhrpott. Zwischen maroden Landstraßen und Zehneurofreitackernpartys wissen die meisten Coolkids, was sie nicht wollen, aber nicht, was sie wollen. Die vier Jungs, gerade dem Teenageralter entwachsen, wissen beides – zumindest musikalisch. Das zeigen das ausgereifte Songwriting und der durchdachte Sound ihrer Debüt-EP „Schwarz sehen“! Die persönlichen Texte passen wie Arsch auf Eimer zu dem atmosphärischen Sound, der sich irgendwo zwischen Hip-Hop, Indie und Pop bewegt. Umgekehrt: Der atmosphärische Sound passt wie Eimer unter Arsch zu den persönlichen Texten – kann das Zufall sein? Dennis Derckum (Gitarre & Gesang), Nikolai Schirrmeister (Gitarre), Julian Müller (Drums) und Janis Ostwald (Sampler & Synths) reißen der Generation Z die Augen auf und treffen mit schnippischer Leichtigkeit den Nerv der Zeit. „Blassfuchs sind der Soundtrack of your Dorfjugend, immer dann, wenn das Spritgeld für die Mofa alle ist und man wieder zu Hause bleiben muss“, gibt ein trauriger Lederjackenträger zu Protokoll.

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